Hinweise für die Montage des Turboladers

Der Turbolader ist ein kompliziertes sehr präzises Gerät. Die falsche Benutzung oder eventuelle Modifikationen können zu deren Beschädigung führen. Das falsche Anschließen von Leitungen oder die Änderung der Ladungskontrolle kann die Turbine und/oder den Motor beschädigen.

Sehr wichtig ist die Feststellung der Störungsursache des Turboladers und deren Beseitigung vor der Montage eines neuen oder überholten Turboladers

 

Die Zuleitungsanlage prüfen und eventuell reinigen. Anschließend den Luftfilter wechseln. Sogar die kleinsten Schmutzpartikeln können zur Beschädigung des Turboladers führen.

Es dürfen nur die von den Autoherstellern empfohlenen Ersatzteile verwendet werden (OEM parts).

 

Die Dichtheit und Durchlässigkeit der Ölanlage prüfen, um den ungestörten Durchfluss des Öls zu gewährleisten.

Den Zustand von Flanschdichtungen in der Schmieranlage des Turboladers prüfen. Bei Verschmutzung und Beschädigung sofort austauschen.

 

Den Öl und die Filterpatrone im Motor wechseln.

Die Verwendung von Verbrauchsmaterialien, die vom Produzenten nicht empfohlen ist, ist verboten.

 

Bei der Montage des Turboladers können nur die neuen Kollektordichtungen eingesetzt werden. Es sollten auch die temperaturbeständigen Schrauben verwendet werden, die für die Montage in den Abgasanlagen geeignet sind. Beim Anziehen von Schrauben auf das richtige Drehmoment achten. Den Abgaskollektor prüfen und eventuell reinigen. Eventuelle Verschmutzungen können zur Beschädigung des Turboladers führen.

 

Die Schmieranlage anschließen. Danach den reinen Öl durch die speziellen Öffnung in den Turbolader einfüllen, um den "trockenen" Start beim ersten Anlaufen des Motors zu vermeiden. Dabei mit der Turbine des Turboladers drehen. Die sonstigen Anschlüsse anschließen. Bei der Montage unbedingt die Spannungen auf den Anschließungen sowie dem Turbolader vermeiden.

 

Nach der Ausschaltung der Einspritzung/Zündung mit dem Anlasser drehen, um den Druck in der Schmieranlage zu erzeugen. Anschließend den Motor starten und im Leerlauf für ca. 30 Sek. arbeiten lassen. Alle Verbindungen auf Undichtigkeiten und Leckstellen prüfen.